Dr. Verena Steiner

SPRACHEN LERNEN MIT POWER

Wie Sie sich mit individuellen Methoden weiterbringen

 

Mit Illustrationen von Esther Angst

 

Sprachen lernen mit Power

 

 

 

Möchten Sie mehr Schwung in Ihr Sprachenlernen bringen? Lustvoller und effizienter lernen? Das Gelernte besser speichern und abrufen können?

 

Das Buch zeigt, worauf es beim Erwerb von Sprachkenntnissen ankommt und wie es besser gelingt. Ob analog oder digital, ob im Selbststudium oder mittels Kursbesuch – die Lektüre regt zum Lernen an und eignet sich für Jung und Alt. Sie lernen eine Fülle wirkungsvoller Methoden kennen und erfahren, warum das Sprachenlernen oft schwierig ist, wie Sie Frust überwinden und wie Sie Ihren persönlichen Lernweg finden.

 

Sprachen lernen heisst, Vergessenes auffrischen, die Kenntnisse ausbauen oder sich an eine neue Sprache wagen. Legen Sie gleich los! Mit Lust und Power – die lebensfrohen Illustrationen von Esther Angst unterstützen Sie dabei.

 

Für Lernende von 18 bis 88 Jahren.

 

Beobachter Edition 2014. 198 Seiten. Illustriert.

1. Auflage Herbst 2014.

 

Blick ins Buch

Sprachen lernen mit Power

Inhaltsverzeichnis mit Vorwort und Kapitel 1

Anschauen als PDF

 

 

Termine Buchvorstellungen mit Vortrag
in Zürich, Basel, Bern, Luzern und Olten

Termine Buchvorstellungen mit Vortrag

 

Mittwoch, 12. November 2014, 20.00 Uhr:

BERN, Buchhandlung Stauffacher

Vorverkauf empfohlen: 031 313 63 63; info@stauffacher.ch

Abendeingang Ryffligässchen 8; Türöffnung 19.30 Uhr

 

Mittwoch, 19. November 2014, 19.00 Uhr:

LUZERN, Buchhaus Stocker, Hertensteinstrasse 44

Reservation erwünscht: 041 417 25 25

 

Montag, 24. November 2014, 19.00 bis 20.30 Uhr:

ZÜRICH, Kaufleuten Klubsaal, Pelikanstrasse 18

Reservation dringend empfohlen: www.kvz.ch oder E-Mail an: n.vurma@kvz.ch

Türöffnung um 18.30 Uhr

 

Datum noch ausstehend:

BASEL, Buchhandlung/Kulturhaus Bider & Tanner, Aeschenvorstadt 2

Reservation erwünscht: 061 206 99 96; ticket@biderundtanner.ch

 

Datum noch ausstehend:

OLTEN, Buchhandlung Schreibers, Kirchgasse 7

Reservation erwünscht: 062 205 00 00; kirchgasse@schreibers.ch

 

 

 

 

KONZENTRATION LEICHT GEMACHT

Die wirksamsten Methoden für Studium und Berufsalltag

 

Mit Cartoons von René Lambert

 

Konzentration leicht gemacht

Dieses Taschenbuch ist eine komplett überarbeitete und beträchtlich erweiterte Neuauflage von «Sich besser konzentrieren heisst …».

 

Wie können wir uns vor den steten Ablenkungen des digitalen Alltags schützen? Wie schaffen wir die nötige Ruhe, um unsere Aufmerksamkeit zu bündeln und ganz bei einer Sache zu sein? Was hilft, die Konzentration nachhaltig zu verbessern und auch an kniffligen Aufgaben geduldig dranzubleiben? Dieses Buch zeigt eine Fülle wirkungsvoller Methoden für bessere Konzentration. Die Anregungen sind praxisnah, erprobt und sofort umsetzbar.

 

Für Berufstätige und Lernende ab ca. 16 Jahren.

 

Piper Taschenbuch 2013. 157 Seiten. Illustriert.

1. Auflage 2013, 2. Auflage 2014

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

 

 

 

Einleitung 7

Teil I: Das konzentrierte Tun vorbereiten

 

1

Sich vor Unterbrechungen schützen 17

2

Für äußere Ruhe sorgen 21

3

Innerlich zur Ruhe kommen 25

4

Einen kühlen Kopf bewahren 29

5

Sich intelligent organisieren 33

6

Die Primetime nutzen 37

7

Ein forderndes Nahziel setzen 41

8

Die Zeit begrenzen 45

9

Sich durch Visualisierung einstimmen 49

10

Mit einem inneren Ruck beginnen 53

 

 

Schlussbetrachtung Teil I 57

 

Teil II: Ganz bei der Sache sein

 

11

Sich voll und ganz dem Tun zuwenden 69

12 Eins nach dem anderen tun 73
13 Souverän multitasken 77
14 Geistig flexibel bleiben 81
15 Interesse aufbauen 85
16 Ausdauer entwickeln 89
17 Sich rechtzeitig eine Pause gönnen 93
18

Flow anstreben 97

 

 

Schlussbetrachtung Teil II 101

 

Teil III: Mehr Konzentration in den Alltag bringen

 

19

Mails & Co. besser in den Griff bekommen 113

20

Mit sich allein sein können 117

21

Bessere Gewohnheiten etablieren 121

22

Das Know-how verbessern 125

23

Die Prioritäten klären 129

24

Die Kunst des Weglassens kultivieren 133

 

 

Schlussbetrachtung Teil III 137

 

Dank 145

Literaturhinweise und Anmerkungen 146

 

 

Einleitung

Einleitung

 

Je anspruchsvoller eine Tätigkeit, desto wichtiger ist die Fähigkeit zur Konzentration. Im heutigen digitalen Umfeld ist es jedoch schwieriger geworden, die Aufmerksamkeit gezielt zu bündeln. Wir sind oft mit vielem zugleich beschäftigt, sind leicht ablenkbar und gedanklich eher auf Überflug eingestellt. Fordert dann eine Aufgabe unsere volle Aufmerksamkeit und gilt es, ganz in eine komplexe Materie einzutauchen, mangelt es an Geduld, und die Konzentration fällt uns schwer. Dies nicht ohne Grund, denn Konzentration ist nicht gleich Konzentration.

 

Kürzlich beklagte sich die Mutter eines 14-jährigen Jungen gänzlich entnervt bei mir: «Wenn er endlich an seinen Hausaufgaben sitzt, schafft er allerhöchstens fünf Minuten, doch vor dem Bildschirm, ja, dort kann er sich stundenlang auf seine Videogames konzentrieren!» Ich erklärte ihr, dass Konzentration beim Hausaufgabenmachen etwas ganz anderes sei und sich nicht mit der Konzentration beim Videospiel vergleichen lasse. Warum?

 

Videospiele oder Filme ziehen unsere Aufmerksamkeit beinahe magisch an. Die Konzentration stellt sich dabei von alleine ein und ist völlig mühelos. Der Reiz solcher Medien ist derart stark, dass wir unwillkürlich darauf reagieren und uns diesem Bann kaum entziehen können.

 

Ganz anders ist die Situation, wenn es um weniger attraktive Dinge, um Schwieriges, Ungeliebtes oder auf den ersten Blick Langweiliges geht – wenn wir uns beim Lernen von Vokabeln, beim Verfassen eines Berichtes oder bei einer öden Aufgabe im Büro voll konzentrieren müssen. Solche Dinge ziehen die Aufmerksamkeit alles andere als automatisch an: Sich bei derlei Aufgaben zu konzentrieren erfordert Übung und Willenskraft. Dies bedeutet für Ungeübte derart viel Anstrengung, dass sie oft gar nicht erst beginnen, und auch Geübtere müssen sich bisweilen überwinden, solcherlei Aufgaben anzugehen.

 

Doch keine Sorge, mit dem Wissen und dem Know-how, das Ihnen dieses Buch vermittelt, können Sie die Anstrengung minimieren. Sie werden lernen, wie Sie die Aufmerksamkeit besser auf anstehende Aufgaben richten, Ablenkungen ignorieren und dranbleiben können. Ihre mentale Stärke wird zunehmen und Sie werden sich in Zukunft auch bei weniger attraktiven Aufgaben gut konzentrieren können.

 

Durch die Lektüre von «Konzentration leicht gemacht» können Sie lernen, wie Sie

 

  • gut organisiert und motiviert beginnen
  • den Grad der Konzentration anpassen und wissen, wann Multitasking drin liegt und wann nicht
  • das konzentrierte Tun lieben und präziser und effizienter werden
  • die Konzentrationsspanne ausbauen und öfter Flow erleben
  • die Pausen mit gutem Gewissen genießen
  • Verzettelung entgegenwirken und mehr Konzentration in den Alltag bringen
  • Ihre Konzentrationsfähigkeit steigern und die konzentrierten Stunden nicht mehr missen wollen.

Sich konzentrieren können ist schön. Ob Sie sich ganz in eine einzige Sache vertiefen, ob Sie aufmerksam eins ums andere tun oder ob Sie souverän multitasken – jeder Modus hat seine eigene Qualität und seine ganz besondere Befriedigung, die entdeckt sein will.

 

Oft ist mangelnde Konzentration ganz einfach eine schlechte Gewohnheit und es gilt, sich bessere Verhaltensweisen anzugewöhnen. Erschwerend kommen im heutigen Umfeld Faktoren wie Unruhe, Hektik und Mangel an Schlaf, die tägliche Flut an Information und E-Mails sowie die Ablenkungen von Handys, Smartphones und Internet dazu.

 

Im Buddhismus wird ein wenig geübter Geist mit einem aufgeregten Affen verglichen, der sich schreiend von einem Ast zum nächsten schwingt. Diesen Affen in unserem Kopf gilt es zu zähmen und so zu trainieren, dass er ruhig in die Richtung schwingt, in die wir ihn haben wollen.

 

Der Weg zum Buch

Als ich 1998 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich das Kursprogramm «Lernen mit Lust!» aufbaute, zeigten die ersten Evaluationen sogleich, worin sich die Studierenden verbessern wollen: ‚Gedächtnis’ war mit Abstand Wunsch Nummer eins, gleichauf gefolgt von ‚Konzentration’ und ‚Effizienz’.

 

Auch wenn ein besseres Gedächtnis an erster Stelle kam, ist der Wunsch nach besserer Konzentration zentral. Denn ohne Konzentration gibt es weder Lernen noch Gedächtnis und weder Effizienz noch gute Resultate.

 

Konzentration war stets auch ein wichtiges Thema in den Seminaren über Lern- und Arbeitsstrategien, die ich an der ETH Zürich, an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien und später auch in Unternehmen im In- und Ausland leitete. Ich konnte beobachten, wie es mit der Entwicklung der elektronischen Medien in wenigen Jahren immer schwieriger wurde, sich beim Lernen voll und ganz zu konzentrieren, mit Geduld am Stoff dranzubleiben und sich nicht ablenken zu lassen. So hatten um 1998 noch längst nicht alle Studierenden Zugang zum Internet und Mobiltelefone waren noch sehr teuer. Die größte Versuchung zu jener Zeit war für viele das Fernsehen. Wenn die Simpsons auf dem Programm standen, war es um die Konzentration geschehen. Als sich dann Internet und Handys weiter verbreiteten, mussten neue Wege gefunden werden, um den zusätzlichen Ablenkungen zu widerstehen. So schrieb ein Student damals in einer Umfrage, in der ich nach den besten Lerntipps fragte: «Für ungestörte Prüfungsvorbereitung wieder im Elternhaus logieren. Sie haben noch keinen Internetzugang und fürs Essen wird auch gesorgt.» Diese Zeiten sind nun auch vorbei. Zwar ziehen sich Berufstätige heute ebenfalls gerne in die eigenen vier Wände zurück, um sich ungestörter auf eine wichtige Arbeit zu konzentrieren. Doch der steten Erreichbarkeit und dem Druck nach rascher Beantwortung der E-Mails können sie sich trotzdem nicht ganz entziehen.

 

2005/06 publizierte ich im Zürcher Tages-Anzeiger die monatliche Kolumne «Sich besser konzentrieren heißt …». Die Texte erschienen am Ende als gleichnamiges kleines Buch, das raschen Absatz fand. Inzwischen hat sich das digitale Umfeld derart rasant entwickelt, dass eine erweiterte Neuausgabe notwendig wurde. Diese halten Sie nun unter dem neuen Titel «Konzentration leicht gemacht» in den Händen. Neu sind auch die Cartoons von René Lambert. Sie möchten zum kurzen Verweilen einladen und Sie ein wenig zum Schmunzeln bringen.

 

Das Buch hat ein klares Ziel: Es will Sie zu besserer Konzentration anregen und Ihnen aufzeigen, wie Sie dieses Vorhaben beim Lernen, bei der Arbeit im Büro und im Alltag anpacken und umsetzen können.

 

Nicht alles Tun erfordert dieselbe Konzentration und die Konzentration fällt uns auch nicht immer gleich schwer. In den kommenden Kapiteln erfahren Sie, wie Sie Ihre Aufmerksamkeit bei denjenigen Aufgaben besser bündeln können, bei denen Sie in puncto Konzentration Verbesserungsbedarf orten.

 

Was Sie im Folgenden erwartet

Angenommen, Sie wollen sich voll und ganz auf eine wichtige Aufgabe konzentrieren, merken aber, dass Sie gedanklich oft abschweifen und sich leicht unterbrechen lassen. Was lässt sich tun, um aufmerksam dran zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen?

 

  • In Teil I dieses Buches erfahren Sie, dass sich die Konzentration auf eine bestimmte Aufgabe ein gutes Stück weit vorbereiten lässt. Sie lernen, wie Sie für innere und äußere Ruhe sorgen und sich intelligent organisieren können. Ein konkretes Nahziel gibt zudem den nötigen Schub und hilft, die Aufmerksamkeit zu bündeln.
  • In Teil II geht es darum, ganz bei der Sache zu sein und eine Weile dranzubleiben. Sie erfahren weiter, wie Sie Interesse und Ausdauer entwickeln und geistig flexibel bleiben können. Wichtig ist zudem, sich rechtzeitig Pausen zu gönnen. Und schließlich sollen Sie auch das wunderbare Gefühl des Flows kennenlernen.
  • In Teil III wird ein konzentrierter Lebensstil angestrebt, denn gute Konzentration beginnt im Alltag. Sie lernen, E-Mails wieder besser in den Griff zu bekommen und ab und an mit sich allein zu sein. Sie erfahren auch, was es heißt, bessere Konzentrationsgewohnheiten zu etablieren. Um der Verzettelung zuvorzukommen, gilt es weiter, die eigenen Prioritäten zu klären und unwichtige Aktivitäten wegzulassen.

Ob Sie erst einmal für Ruhe sorgen (→ Kap. 2), die Primetime besser nutzen (→ Kap. 6) oder sich eine Pause gönnen wollen (→ Kap. 17): Wo Sie beginnen, spielt keine Rolle. Wichtiger ist, dass Sie etwas tun.

 

Jedes der insgesamt 24 Kapitel erläutert eine wirkungsvolle Strategie mit einer Vielfalt von Anregungen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Diese sind von Mensch zu Mensch verschieden. Seien Sie deshalb selektiv und wählen Sie aus, was Sie für sich gebrauchen können. Experimentieren Sie mit den Ideen und beobachten Sie, was diese bei Ihnen bewirken. Die Fragen zur Selbstreflexion am Ende jedes Kapitels werden Ihnen dabei behilflich sein. Auch die Schlussbetrachtungen am Ende von Teil I, II und III können für die Umsetzung der verschiedenen Strategien nützlich sein und Ihnen zusätzliches Hintergrundwissen vermitteln.

 

Ziel ist, dass Sie am Ende Ihr ganz persönliches Repertoire an wirkungsvollen Strategien beisammen haben und diese mehr und mehr auch nutzen.

 

Eine Maßnahme für sich genommen klingt oft ganz simpel, aber Sie werden sehen: Wenn diese geübt und bis zum Automatismus eingeschliffen ist, kann sie enorme Wirkung zeigen. So hat mir nach der Lektüre von «Sich besser konzentrieren heißt …» ein Student seine Powerstrategie, wie er es nannte, verraten: «Stell’ das Handy ab, vergiss den Computer und setz’ dich hinters Lehrbuch.»

 

Okay, packen wir es an. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg dabei!

 

Zürich, im Frühjahr 2013               Verena Steiner

 

 

 

 

EXPLORATIVES LERNEN

Der persönliche Weg zum Erfolg

Eine Anleitung für Studium, Beruf und Weiterbildung

 

Exploratives Lernen

 

Nach 11 Auflagen dieses Werks aus dem Jahr 2000 liegt nun diese komplett überarbeitete und erweiterte Neuauflage vor.

 

Während der Schwerpunkt von «Lernpower» bei gedächtniswirksamen Lernmethoden und beim Selbstmangement liegt, geht es in diesem Buch vor allem um die Beobachtung, Entwicklung und weitere Verbesserung des persönlichen Lernstils. Das Werk motiviert wie keine zweites und lässt Studierende wie Berufstätige das Lernen ganz neu entdecken. Für Lerninteressierte ab 19 Jahren.

 

Pendo 2013. 288 Seiten. Broschiert.

1. komplett überarbeitete und aktualisierte Neuauflage 2013.

 

Bestellen bei Polybuchhandlung

 

Inhaltsverzeichnis überarbeitete Neuauflage 2013

Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort von Verena Steiner 9

Vorwort von Richard R. Ernst, Nobelpreisträger für Chemie 12

 

TEIL I AUF INS ABENTEUER

 

1

Das Konzept des explorativen Lernens 19

 

2

Exploratives Lernen beginnt mit Neugier 23

Der Sinn der Neugier aus verhaltensbiologischer Sicht 25 Neugier und geistige Offenheit 27 Kultivieren Sie Ihre Neugier 28

 

3

Beobachten und Reflektieren 33

Achten Sie auf Ihr Selbstwertgefühl 34 Beobachten und Entdecken 41 Reflektieren und Dazulernen 49 Führen Sie Tagebuch 50

 

4

Den Lernstil verbessern 55

Unterschiedliche Tiefen des Lernens und Verstehens 56 Unterschiedliche Denkstile 60 Von den Denkstilen zum eigenen Lernstil 70

 

TEIL II KONZENTRATION

 

5

Was bedeutet Konzentration? 81

Konzentration beim Lernen 81 Was tut unser Geist, wenn wir uns konzentrieren? 83

 

6

Die Konzentration verbessern 89

Was drei Minuten Vorarbeit bringen 90 Sich gegen Störungen wappnen 94 Sich einstimmen und beginnen 97 Dranbleiben 100 Rechtzeitig pausieren 103 Die Wahrnehmung für die kleinen Freuden schärfen 104

 

TEIL III LERN- UND SPEICHERPROZESSE

 

7

Das Wesen von Prozessen 115

Grundstruktur von Prozessen 118 Der Prozesszyklus 119 Der Prozessverlauf 125 Arbeit oder Spiel? 130

 

8

Geistige Flexibilität 135

Ein kleines Experiment 136 Die Sichtweise ändern 139 Auf die Metaebene wechseln 143

 

9

Prozesse und Teilprozesse beim Lernen 147

Lernen als aktiver Konstruktionsprozess 148 Die Teilprozesse des Lernens 150

 

10

Das Ziel des Lernens 155

Unterschiedliche Erinnerungen 156 Faktoren für gutes Erinnern 157

 

11

Vom Wissen zum Können 163

Wissen als dynamisches Netz 164 Die Wissenspyramide 165 Vom deklarativen Wissen zum Können 168

 

12

Gedächtnismodelle und Speicherprozess 171

Von der kurzzeitigen zur langzeitigen Speicherung 172 Das Arbeitsgedächtnis 175

 

TEIL IV INHALTE ERARBEITEN

 

13

Nicht jeder Inhalt ist gleich gut erschließbar 187

Verschiedene Texte – verschiedene Lesemodi 188 Analyse von textlicher und inhaltlicher Struktur 193 Die Stofffülle meistern 195

 

14

Denkpause vor dem Start 199

Den Lernprozess aufteilen 200 Nie ohne klare Absicht beginnen! 202

 

15

Der richtige Einstieg ist entscheidend 205

Verschiedene Einstiegsrouten 206 Den Mut haben, sich genügend Zeit zu nehmen 212

 

16

Beim Elaborieren das Spielen nicht vergessen 215

Innere Gespräche führen 215 Nach Analogien suchen 218 Bezüge zum Alltagswissen schaffen 221

 

17

Reduzieren und strukturieren 225

Das Wesentliche herausarbeiten 225 Die Struktur sichtbar machen 227

 

18

Mehr Lust dank guter Strategie 231

Was ist eine Strategie? 232 Mehr Lust: Wer sucht, der findet 235

 

TEIL V DAS VERGESSEN NICHT VERGESSEN
19

Vom Sinn des Auswendiglernens 245

 

20

Vergessen ist besser als sein Ruf 251

Vergessen ist nicht immer Vergessen 252 Warum Vergessen sinnvoll ist 254 Vergessen im Laufe der Zeit 255

 

21

Memorieren mit Phantasie und Gedächtnisstützen 259

Memorieren von Zahlen 260 Memorieren von chemischen Formeln 263 Sich Überblick über ein komplettes Sachbuch verschaffen 265

 

22

Repetieren und Festigen 269

Worauf es beim Festigen ankommt 270 Der richtige Zeitabstand 272 Die modifizierte Lernkartei 273

 

Dank 281

Anmerkungen und Literaturhinweise 283

Sachwortregister 287

 

Vorwort von Verena Steiner zur Neuauflage 2013

Vorwort

von Verena Steiner

 

Möchten Sie das Lernen neu entdecken? Die Aneignung von Wissen mit mehr Lust angehen? Ihre Konzentration und den Lernerfolg steigern und dabei Ihrer Experimentierlust frönen und überraschende Entdeckungen machen?

 

Dann wird Ihnen das Konzept des Explorativen Lernens zusagen.

 

Die Voraussetzungen bringen Sie wahrscheinlich mit, sonst hätten Sie dieses Buch gar nicht erst aufgeschlagen: Die Schlüssel zum Explorativen Lernen sind Neugier sowie die Lust, sich selbst und die Prozesse rund ums Lernen zu beobachten, zu analysieren und die Wahrnehmungen zu reflektieren.

 

Sie werden

  • Interessantes über Ihre bevorzugten Denkstile sowie Ihren eigenen Lernstil erfahren
  • mehr über die Konzentration und deren Verbesserung lernen
  • entdecken, wie Sie Lernstoff effizienter und erfolgreicher erarbeiten können ((1))
  • eine bessere Vorstellung vom Speicherprozess bekommen und wissen, worauf es für gutes Behalten ankommt
  • ein Gespür für die Prozesse des Lernens entwickeln und sie beobachten und reflektieren können
  • lernen, wie Sie aus den eigenen Beobachtungen und Erfahrungen dazulernen und Ihre Lernkompetenzen kontinuierlich weiterentwickeln können
  • erleben, wie dadurch Ihr Spaß und Interesse am Lernen laufend größer werden.

Das vorliegende Buch ist eine komplett überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe des «Explorativen Lernens». Denn seit dessen Erscheinen im Jahr 2000 hat sich das Lernumfeld rasant verändert. Damals verfügten noch längst nicht alle Studierenden über einen Internetanschluss. Sich online Information zu holen, sich im Netz mit anderen auszutauschen oder auch bloß mobil zu telefonieren, gehörte noch nicht zum Lernalltag.

 

Der heutige, unendlich einfachere Zugang zum Wissen sowie die vielfältigen Möglichkeiten zur Kommunikation erleichtern manches im Lernprozess – zumindest dann, wenn man die Verlockungen der modernen Medien und die Flut an Information zu meistern weiß. Dies ist der Knackpunkt. Gut entwickeltes Lern- und Selbstmanagement ist heute nötiger denn je. In meinem Buch «Lernpower» habe ich mich dieser Thematik angenommen.1 Bei der Überarbeitung des vorliegenden Werkes habe ich unter anderem das Kapitel über die Verbesserung der Konzentration ausgebaut. Außerdem thematisiere ich den effizienteren Umgang mit der stets zunehmenden Stofffülle sowie Maßnahmen gegen die Verzettelung, zu der Lernende im heutigen hektischeren Umfeld häufiger neigen.

 

Doch nicht nur das Lernumfeld hat sich im letzten Jahrzehnt verändert. Auch meine eigenen Erfahrungen rund ums Lernen haben sich weiter vertieft. Dazu gibt es neue Befunde aus der Forschung, deren Kenntnis nützlich ist. Aus diesen Gründen habe ich manche Abschnitte sowie die beiden Kapitel über die Neugier und über die geistige Flexibilität umgeschrieben und erweitert. Gänzlich neu sind zudem die Kapitel über gute Strategien sowie über Gedächtnismodelle und den Speicherprozess.

 

Was unverändert geblieben ist, ist das zeitlose Konzept des explorativen Lernens. Explorative Lernerinnen und Lerner gehen das Lernen mit derselben Haltung an wie Snowboarder, die aus eigenem Antrieb stets neue Tricks einüben: Neugierig, lustvoll, und darauf erpicht, die Abläufe am Ende virtuos zu können. So lernen sie Tag für Tag dazu und verbessern sich konstant. Und wer das Snowboarden, das Lernen oder andere Künste besser kann, hat auch mehr Freude daran!

 

Das «Explorative Lernen» hat sich nach seinem Erscheinen vom Bestseller zum Longseller entwickelt. Nach wie vor erhalte ich Mails von begeisterten Leserinnen und Lesern, die durch die Lektüre des Buches das Lernen völlig neu entdeckten. Bloß eines bedauern manche unter ihnen: Dass sie nicht schon früher auf das Buch gestoßen sind. Vielen Leserinnen und Lesern ist bewusst geworden, dass die explorative Lernhaltung auch sonst im Leben mit all seinen raschen Veränderungen eine unentbehrliche Hilfe ist.

 

Ich hoffe, dass dieses Buch auch Sie anregt und dass Sie bald eine Menge explorativen Spirits verspüren. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und natürlich auch viel Erfolg dabei!

 

Zürich, im Winter 2012/13      Verena Steiner

 

 

Vorwort von Nobelpreisträger Prof. Richard Ernst

Vorwort von Prof. Dr. R. R. Ernst

(Nobelpreis für Chemie 1991)

 

Exploratives Lernen

 

Das Lernen erlernen! Was gibt es wichtigeres im Leben, besonders heute, wo das Wissen so rasant sich vermehrt, sich verwandelt und veraltet? Wer nicht lernt, bleibt stehen und wird früher oder später seinen Arbeitsplatz verlieren. Das bisherige Wissen regelmässig durch aktuelles zu ersetzen ist entscheidend für das Überleben in der heutigen Wissensgesellschaft. Burrhus Frederic Skinner (1901-1990), der berühmte Amerikanische Psychologe hat gesagt: »Education is what survives when what has been learned has been forgotten.«

Das Lernen zu erlernen ist das Ziel dieses Arbeitsbuches von Verena Steiner, ein aussergewöhnlich nützliches Buch, das dazu anregt, sich einen persönlichen Weg zum Erfolg zu erarbeiten; ein höchst erfrischender und amüsanter Text, der leicht zugänglich ist und trotzdem Spuren für's ganze Leben hinterlässt. Schade, dass ich ein Buch dieser Art nicht schon in meiner Jugend zur Verfügung hatte! Das Erlernen der fast uferlosen chemischen Phänomenologie wäre mir viel leichter gefallen.

Das Buch ist nicht für Didakten im Elfenbeinturm geschrieben, sondern für die Lernpraxis in der Schule und im Beruf. Die Sprache ist einfach, prägnant und verständlich, und vermeidet unnötigen Fachjargon und ein Übermass an Referenzen. Das Arbeitsbuch dient wohl eher der täglichen Morgengymnastik, als dass es sich als abendliche Schlafhilfe eignen würde.

Ich wünsche dem Werk einen breiten Eingang in das Notgepäck möglichst vieler vom Lernen geplagter Studierenden und gestresster Menschen in der Praxis. Ich hoffe, dass es die Freude am Lernen fördert und so mithilft, den Bildungsstand und die Lernfähigkeit der kommenden Generation zu stärken. Dies ist ja von grosser Wichtigkeit, wollen wir in der Lage sein, die uns erwartenden zukünftigen Probleme zu meistern. Wehe dem, der zur Karikatur von Molière passt: »Les gens de qualité savent tout sans avoir jamais rien appris.«! Ganz ohne Anstrengung geht das Lernen nicht, aber mit Verena Steiner macht es Spass.

Ich bin sehr froh, dass sich Verena Steiner die Zeit genommen hat, ihre reiche Erfahrung und ihren einmaligen Instinkt für das Wesentliche in dieser Form allen Lernwilligen zugänglich zu machen.

Zürich, 9. Dezember 1999

 

Richard R.Ernst

 

Rezensionen

 

Rezensionen

 

November 2000 NZZ

Lernen erlernen - Ein Buch von Verena Steiner
Das Buch, das sich um das geistige Wohl und den persönlichen (Lern-)Erfolg der Leser kümmert, entpuppt sich als eine äusserst nützliche Hilfe. Es ist nicht nur süffig geschrieben, sondern vermittelt auf anschauliche Weise grundlegendes Wissen über die Lernprozesse.


 

Mai 2000    Bilanz

Lernen mit Lust
Das 248-seitige Werk bietet mannigfaltige Einstiegsmöglichkeiten: Man kann es entlang den locker gestreuten Zitaten lesen; man kann die zahlreichen Schaubilder und Checklisten zur Leitplanke machen; man kann seine eigene Lernmethode anhand der Fallbeispiele überprüfen; man kann sich auch dem wissenschaftlichen Gedankengang der Autorin anschliessen. Man kann dieses Buch auf vielerlei Weise lesen - und wird dann auch auf vielerlei Weise profitieren. Und was kann man Schöneres über den Gebrauchswert eines Buches sagen? Ausser, dass die Lektüre auch noch Spass macht.


 

April 2000 Cash

Lernen will gelernt sein
Mit ihrem neuen Buch »Exploratives Lernen« ebnet Verena Steiner einen Weg, um effiziente Lernstrategien zu entwickeln und mit Spass den eigenen Lernprozess anzukurbeln.


September 2002 Cash

Wie kommt Wissen in den Kopf?
Das Thema Lerntechnik ist zwar brand-aktuell, aber nicht brandneu; und es mangelt weder am Angebot an Kursen noch an einschlägiger Fachliteratur.
Warum also der Hinweis auf noch ein Buch, das den löblichen Versuch unternimmt, einen Pfad durchs Dickicht des Bildungsdschungels zu bahnen? Ganz einfach: weil es so einfach geschrieben ist, dass man es auch ohne geistige Klimmzüge kapiert, und weil es sich durch Knappheit auszeichnet, ohne doch vor der Komplexität der Materie einen Kniefall zu machen.
Gelungen ist dieses Kunststück der im Aargau geborenen Verena Steiner, die an der Universität Basel Biochemie studiert und darin promoviert hat und sich bereits seit 25 Jahren mit Lern- und Arbeitsstrategien beschäftigt.


Mai 2000     SBD I SSB

Schweizer Bibliotheksdienst - Bücher für Erwachsene

Dieses Lern-Buch ist eines der wichtigsten Sachbücher der Saison. Es wird ein Hilfsmittel sein für viele Menschen aus allen Altersgruppen, die sich weiterbilden müssen, wollen und dürfen, und das möglichst erfolgreich und mit Freude.


 

Mai 2000    Der Bund

Neugier, Lust und viel Arbeit
»Exploratives Lernen« erteilt keine Patentrezepte. Im Gegenteil: Wer das 248 Seiten umfassende Buch liest, wird feststellen, dass vieles auf gut nachvollziehbare Art erklärt wird, was eigentlich längst bekannt ist. Auch wenn man Verena Steiners Hinweise befolgt, wird das Lernen nicht zum reinen «Fun», aber es wird spannender, interessanter und befriedigender. Die Lernspezialistin verlangt kompromisslos den vollen Einsatz und spricht damit diejenigen an, denen es mit dem Erreichen des Ziels ernst ist.


 

März 2000   BOOM

Lernen - eine Entdeckungsreise
Steiners Buch nennt sich «Arbeitsbuch für Studium, Beruf und Weiterbildung» - ein Anspruch, der mehr als eingelöst wird. Der methodische Aufbau führt zu klaren, oft unerwarteten Handlungsanweisungen. Dieser Text ist erfrischend direkt, schnörkellos und lebendig geschrieben. Und er steckt voller Überraschungen, spannenden Querbezügen und Verknüpfungen.

 

 

Mai 2000    Toaster

Individueller Lernstil
Hier wird grundlegendes Wissen über Lernprozesse, Denkstile, über Konzentration und Gedächtnis in die individuellen Bedürfnisse der Lernenden eingebettet. Ein Muss für alle Lernmuffel.

 

 

Bestsellerliste

 

Bestseller «Exploratives Lernen»

 

Exploratives Lernen war Jahresbestseller in der Kategorie Sachbuch beim Internetanbieter www.buchundton.ch

 

Das Buch stand seit seinem Erscheinen im April 2001 während 17 Monaten (74 Wochen) in der Bestsellerliste der Managerzeitschrift Bilanz*:

 

Bilanz

Rang  

Ausgabe

 

 

Ausgabe April 2001

Juni 2000 8
Juli 2000 6
August 2000 8
September 2000 4
Oktober 2000 6
November 2000 7

Dezember 2000

5

Januar 2001 4

Februar 2001

4
März 2001 4
April 2001 4
Mai 2001 7
Juni 2001 5
Juli 2001 9
August 2001 -
September 2001 4
Oktober 2001 7
November 2001

3

* Diese Rangliste wurde mit folgenden Buchhandlungen erstellt. Jäggi (Basel), Orell Füssli (Zürich), Stauffacher (Bern), Rösslitor (St. Gallen), Meissner (Aarau), Krebser (Thun), Raeber (Luzern).

 

Was ist Exploratives Lernen?

 

Was ist Exploratives Lernen?

Das Konzept

 

Das 21. Jahrhundert braucht Menschen, die autonom, gekonnt und rascher als je zuvor - just in time - lernen und ihre Wissensstrukturen ständig weiter entwickeln können.

 

Doch Lernen will gelernt sein.

 

Hier greift das Konzept des Explorativen Lernens von Verena Steiner. Es führt zu motivierterem und wirkungsvollerem Wissenserwerb und befähigt Lernende, auch den Lernprozess per se laufend weiter zu optimieren.

 

Explorieren heisst erforschen, sondieren, auskundschaften, unbekannte Gebiete bereisen; so, wie früher die grossen Abenteurer die gewaltigen Eismeere an den Polen durchquerten, oder unwirtliche Wüsten und ferne Kontinente erkundeten.

 

Explorative Lernerinnen und Lerner erforschen nicht nur die zu erlernenden Inhalte sondern vor allem auch sich selbst im Lernprozess. Sie beobachten ihre Vorgehensweisen und ihr Denken, achten auf ihre Stimmungen und Gefühle, denken nach, analysieren, reflektieren und experimentieren laufend, um ihr Tun zu optimieren.

 

Dieses neugierige, spielerisch-experimentelle Vorgehen führt zu Aha-Erlebnissen, Entdeckungen und neuen Erfahrungen und weckt das Vorgehensinteresse. Es macht den Wissenserwerb spannender und führt zur permanenten Weiterentwicklung der Lernkompetenz. Dadurch macht das Lernen mehr Spass, es ist befriedigender, effizienter und wirkungsvoller.

 

Die explorative Vorgehensweise kann auch für andere Lernprozesse wie zum Beispiel die Aneignung besserer Verhaltensweisen genutzt werden. Das Buch «Energiekompetenz» basiert ebenfalls auf diesem Ansatz.

 

 

 

LERNPOWER

Effizienter, kompetenter und
lustvoller lernen

Die besten Strategien für Studium und Weiterbildung

 

LERNPOWER Effizienter, kompetenter und lustvoller lernen

 

 

 

 

Wie steigere ich mein Interesse und meine Motivation? Wie kann ich mein Lernen effizienter organisieren und meine Pläne auch wirklich umsetzen? Was kann ich tun, um lustvoller zu lernen und das Gelernte besser im Gedächtnis zu behalten? Das Buch zeigt auf inspirierende Weise, wie beim Lernen das Ruder selbst in die Hand genommen, die Kompetenzen rund ums Lernen vertieft und die nötige Lernpower aufgebaut werden kann. Für Lerninteressierte ab 17 Jahren.

 

Pendo 2011, 254 Seiten. Broschiert.

1. Auflage 2011, 3. Auflage 2013

 

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Der Weg zum Buch (Vorwort) 7

 

1.

Das Lernpower-Konzept (Einleitung) 11

Die drei Ebenen der Lernpower 12 Der aktive und der passive Lernmodus 14 Explorergeist entwickeln 17 Was Sie in den Teilen I bis III des Buchs erwartet 23

 

TEIL I GRUNDKOMPETENZEN VERBESSERN

 

2.

Frischen Wind ins Lesen bringen 29

Detektiv spielen und die Struktur des Textes knacken 30 Die 1-Stunde-pro-Buch Methode ausprobieren 35 In drei Runden klüger werden 38 Freies Abrufen pflegen 42 Beim Lesen flexibel bleiben 45

 

3.

Die Weichen auf aktives Zuhören stellen 53

Vom passiven zum aktiven Zuhören wechseln 53 Aktives Zuhören üben 57

 

4.

Klug Notizen machen 61

Lernwirksame Notizen erstellen 61

 

5.

Sich besser konzentrieren 67

Selbstbeobachtung üben 68 Die Bedingungen für gute Konzentration beachten 72 Flow anstreben 76 Weitere Faktoren kennen 77

 

TEIL II DAS LERNEN UND SICH SELBER STEUERN

 

6.

Sich wirkungsvoll organisieren 85

Die Herausforderungen kennen 87 Nahziele setzen und erreichen 88 Den Tag nach dem inneren Rhythmus gestalten 94 Einen klugen Wochenplan entwickeln 96 Die Prüfungsvorbereitung planen 100

 

7.

Für Pausen und Erholung sorgen 105

Regelmässig Pausen einschalten 105 Sich öfter ein Nickerchen gönnen 109 Die Dinge überschlafen 111

 

8.

Sich zum Handeln überwinden 115

Die drei Phasen einer Handlung kennen 115 Grössere Vorhaben umsetzen 122 Die Rolle der Selbstdisziplin verstehen 125 Die Selbstwirksamkeit stärken 129 Besser fokussieren 133 Umsetzungskompetenz entwickeln 138

 

9.

Motivation und Einstellung verbessern 141

Sich immer wieder neu motivieren 141 Eine positive Einstellung zum Lernen gewinnen 148 Anstrengung mit neuen Augen sehen 152 Systematisch an der Einstellung arbeiten 157 Den Hang zum Perfektionismus überwinden 159 Tag für Tag sein Bestes geben 162 Gesunden Ehrgeiz entwickeln 165

 

TEIL III LERN- UND GEDÄCHTNISSTRATEGIEN OPTIMIEREN

 

10.

Die Inhalte aktiv erarbeiten 171

Mittels Fragen in ein Thema einsteigen 172 Stets das Lernziel im Auge behalten 177 Auch beim Erarbeiten immer wieder Fragen stellen 180 Sich beim Lernen sicht- und hörbar ausdrücken 184 Die Teddybärmethode 190 Dem Lernen Freude abgewinnen 195

 

11.

Das Erarbeitete zusammenfassen 199

Wann machen Zusammenfassungen Sinn? 200 Die drei Teilprozesse meistern 202 Öfter in Fliesstexten zusammenfassen 204

 

12.

Mit Phantasie memorieren 207

Das asiatische Paradox beherzigen 208 Das Gedächtnis besser verstehen 211 Das Geheimnis des Lernens kennen 215 Lustvoller memorieren 218 Memory Cartoons nutzen 223

 

13.

Wirkungsvoll repetieren 229

Warum und wie repetieren 230 Die modifizierte Lernkartei einsetzen 235 Sich mit Gleichgesinnten zusammentun 239

 

Nachwort 244

Dank 246

Literaturhinweise 248

Sachregister 252

Liste der Übungen 254

Vorwort

 

Der Weg zum Buch (Vorwort)

 

Als wir vor drei Jahren an einem Geburtstagsfest mit Freunden zusammensassen, erwähnte mein Mann, er habe sich für einen Spanisch-Kurs angemeldet. «Eigentlich müsste ich mich hinters Französisch machen», seufzte darauf Patrick, ein 40-jähriger Ingenieur, «ich möchte gerne in Westafrika in einem Entwicklungsprojekt mitarbeiten.» Seine Freundin nickte eifrig: «Wenn du besser Französisch könntest, wären deine Chancen, da hereinzukommen, wirklich grösser!» Patrick zuckte daraufhin etwas hilflos mit den Schultern und meinte, er habe zu wenig Zeit zum Lernen.

 

Wie ist es bloss möglich, dass einer wie Patrick seine Chancen nicht nutzt, nur weil er seine Fremdsprachkenntnisse nicht vertiefen mag? Dies fragte ich mich im Nachhinein, doch dann erinnerte ich mich an die Zeit nach meinem Erststudium in Chemie. Ich arbeitete damals in der französischen Schweiz und dachte aber überhaupt nicht daran, meine dürftigen Sprachkenntnisse zu verbessern. Warum? Heute ist mir klar, dass ich zu jener Zeit das Lernen ganz einfach noch nicht entdeckt hatte. Ich war die typische Minimalistin, die bloss lernte, wenn es nicht anders ging.

 

Das Chemiestudium hatte ich gewählt, weil ich gerne experimentierte, aber ich lernte nur, um an den Prüfungen durchzukommen. Prompt rächte sich dieses Minimalistentum zwei Jahre später, als ich begann, Chemie zu unterrichten. Ich erinnere mich, wie ich in der Not auf die ersten Ferien verzichten musste, um das Chemiewissen nochmals gründlich aufzufrischen. Der Zufall wollte es, dass mir im Schaufenster einer Buchhandlung ein rettender Titel in die Augen sprang: Rationeller Lernen lernen. Das Buch von Regula Schräder Naef enthielt Anleitungen für effizienteres Lernen. Ich begann, mit den beschriebenen Methoden zu experimentieren und sie nach eigenem Gusto zu modifizieren. Weitere Lernbücher brachten zusätzliche Ideen und das Chemielernen wurde plötzlich spannend. Ich erprobte dabei bessere Lernmethoden und war sozusagen Lernerin, Versuchskaninchen und Forscherin in einem. Und täglich gab es neue Einsichten und Aha-Erlebnisse.

 

Damals habe ich das Lernen völlig neu entdeckt. Ich realisierte, dass die Aneignung von Wissen bedeutend reizvoller ist, wenn man sich nicht nur mit dem Stoff, sondern auch mit dem Lernprozess befasst. Wenn man damit spielt und experimentiert und so das Ganze laufend optimiert.

 

Einige Jahre später studierte ich dann Biochemie und tat dies mit derart viel Begeisterung, dass ich davon träumte, einmal ein Buch zu schreiben, das wie kein zweites zum Lernen inspirieren soll. Doch die Doktorarbeit nahm mich derart in Beschlag, dass keine Zeit blieb für meine Vision. Vierzehn Jahre später kam dann die grosse Chance. Ich hatte mittlerweile an der ETH Zürich das Kursprogramm «Lernen mit Lust!» aufgebaut und nutzte einen Aufenthalt an der Harvard University, um mir meinen lang ersehnten Traum zu erfüllen und ein Buch über mein Konzept des Lernens zu verfassen. Ich erinnere mich noch genau an den fast magischen Moment in diesem heissen Sommer 1999, als mir am Küchentisch in unserer Unterkunft in Cambridge aus heiterem Himmel der passende Titel einfiel: Exploratives Lernen.

 

Explorieren heisst, erforschen, erkunden und ausprobieren. Und genau das war der Schlüssel, der bei mir die Freude am Lernen weckte. Mein eigenes Lernen, Explorieren und Entdecken ist seither weitergegangen. Aus dem ETH-Kursmodul über Zeitmangement ist das zweite umfangreiche Buch Energiekompetenz hervorgegangen, in dem es um den bewussten Umgang mit den eigenen Energien geht. Mit Lernpower schliesst sich nun der Kreis.

 

Ein drittes Buch schwebte mir schon lange vor. Selbstbestimmtes Lernen ist ein weites Feld und es gab noch vieles, das ich weitergeben wollte. Der Auslöser, dies umzusetzen, war dann Patrick, die mich an dem eingangs erwähnten Geburtstagsfest zum Nachdenken brachte. Ich fragte mich, wie ich Menschen wie ihn erreichen und sie zum Lernen motivieren könnte. So entstand der Plan mit der Kolumnen, die 2010 im Zürcher Tages-Anzeiger jeden Montag auf der Seite «Bildung und Chancen» erschien. Das vorliegende Buch basiert auf diesen wöchentlichen Zeitungskolumnen. Auch die elf grundlegenden Übungen in diesem Band (für einen Überblick siehe Liste Seite 254) wurden zuvor im Tages-Anzeiger publiziert und die Leserinnen und Leser konnten ihre Erfahrungen mit diesen Methoden auf einem Messageboard mit andern Interessierten teilen, siehe www.lernpower.tagesanzeiger.ch.

 

Mit diesem Buch möchte ich Sie alle ansprechen: Menschen wie Patrick, die einen Schub Lernpower gebrauchen können, Studierende, die mehr Schwung und Know-how in ihren Lernalltag bringen wollen, sowie Lerninteressierte jeglichen Alters, die sich lustvoller und effizienter neues Wissen aneignen und dazu auch gleich noch ihre Lernkompetenzen weiterentwickeln möchten.

 

Sie werden das Lernen ebenfalls neu entdecken. Sie werden an Lernpower dazugewinnen und erleben, wie Lernen Freude macht, wenn man es noch besser kann. Das Schöne ist, dass sich durch lernen, dazulernen und umlernen nicht nur vielfältigere Möglichkeiten im Beruf auftun, es bringt Sie auch in Ihrer persönlichen Entwicklung weiter. Denn mit jedem Lernprojekt lernen Sie sich selbst noch etwas besser kennen und können die Welt ein Stück weit besser verstehen.

 

Zürich, im November 2010

 

Verena Steiner

 

 

 

 

ENERGIEKOMPETENZ

Produktiver denken

Wirkungsvoller arbeiten

Entspannter leben

Eine Anleitung für Vielbeschäftigte, für Kopfarbeit und Management

 

Energiekompetenz

Wenn die Anforderungen in Studium und Beruf steigen, reicht konventionelles Zeitmanagement nicht mehr aus. Es braucht einen umfassenderen Ansatz – einen Ansatz von innen heraus: Gefragt ist der bewusste und kompetente Umgang mit den eigenen Energien. Die Autorin verknüpft Erkenntnisse aus der Chronobiologie, der Biopsychologie, der Handlungspsychologie und der Hirnforschung zu einem äusserst hilfreichen und wirkungsvollen Konzept. Für Studierende und andere Vielbeschäftigte in Kopfarbeit und Management.

 

Pendo 2005. 288 Seiten. Broschiert.

1. Auflage 2005, 9. Auflage 2014

 

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Taschenbuchausgabe

ENERGY Energiekompetenz

Knaur 2007. 288 Seiten. Vergriffen.

 

ENERGIEKOMPETENZ

 

Lizenzausgaben

Koreanische Ausgabe (2010)

Wisdomhouse Publishing Seoul

Koreanische Ausgabe

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort

1 Die Wahrnehmung für die inneren Rhythmen schärfen 20

 

Morgen- und Abendtypen
Hochs und Tiefs im Tagesverlauf
Der 90-Minuten-Rhythmus
Rhythmusstörungen erkennen

2 Den Tagesrhythmus optimieren 36

 

Die Bedeutung der Tiefs verstehen
Den Koffeinkonsum begrenzen
Vom Nonstopp-Modus zum gesunden Rhythmus finden
Den Arbeitstag optimal gestalten
Nickerchen: Aus einem Tag eineinhalb machen

3 Den Spielraum der Woche nutzen 64

 

Auf einen guten Wochenrhythmus achten
Den freien Sonntag kultivieren
Sich öfter Zeit zum Reflektieren nehmen
Die Woche mit Weitsicht planen

4 Besser schlafen 90

 

Der Schlafbedarf des Menschen
Gut schlafen ist lernbar
Wie man sich bettet …
Aufwachen: Am besten mit dem inneren Wecker

5
Anspannung, Calm Energy und Leistungsgrenzen erkennen 110

 

Energie und Anspannung unterscheiden
Die Anspannung im Tagesverlauf
Die Energie/Anspannungs-Matrix
Was bei Calm Energy am besten geht
Die Grenzen der optimalen Leistungsfähigkeit erkennen
Längerfristige Auswirkungen: Verschiedene Leistungszonen

6 Produktiver denken 140

 

Links- und rechtshemisphärisches Denken
Energiezustände im Gehirn
Die ‚goldene Zeit’ des Alpha-Zustandes
Intuitive Erkenntnisse
Körperempfindungen
Voraussetzungen für produktiveres Denken
Schlaf und Alpha-Zustand nutzen
Öfter in Runden arbeiten

7 Besser auf die Stimmung achten 168

 

Die Bedeutung der Stimmung
Die Stimmung als Gradmesser für den Energiezustand
Stimmungsmanagement im Alltag
Stimmungstiefs – Wie sie entstehen können
Emotionale Energie
Energie in Teams und Unternehmen

8 Für Entspannung und die richtige Erholung sorgen 200

 

Sich immer wieder entspannen
Sich mehr körperliche Bewegung verschaffen
Erholung und Urlaub: Wovon?
Erholung und Urlaub: Wie?
Stress hinterfragen: Was ist selbstgemacht?

9 Ressourcen aktivieren 228
Die Vielfalt der Ressourcen
Eine neue Einstellung zu ungeliebten Tätigkeiten gewinnen
Commitment verstehen
Sich auf realistischen Optimismus besinnen
Lebensfreude kultivieren
Die eigenen Ressourcen aktivieren

10

Sich zum Handeln überwinden und den Schwung erhalten
248

 

Was Selbstüberwindung bringt
Vom Vorsatz zur Vollendung: Die drei Phasen
Unterstützende Faktoren für Überwindung und Ausführung
Den Schwung erhalten
Die Magie der grossen Ziele erleben

Nachwort

 

Danksagung

 

Anmerkungen/Literaturhinweise

 

Sachwortregister

 

 
Vorwort

Vorwort

 

Energiekompetenz − was es ist und was es bringt

 

Angenommen, es ist Sylvester und Sie dürfen sich fürs neue Jahr etwas wünschen, das Ihnen gut tut und wonach Sie sich immer wieder gesehnt haben. Wovon träumen Sie?

 

Dieselbe Frage stellte ich in der Runde von Freunden, mit denen wir die vergangene Sylvesternacht in unserer Hütte in den Bergen verbrachten. Nach der traditionellen Gerstensuppe und den Engadiner Würsten wurde der groβe Holztisch mit Kartons belegt und jeder erhielt ein kleines Set mit sechs verschiedenfarbigen Strängen Knetmasse, um daraus seinen Traum fürs kommende Jahr zu formen. Alle machten sich eifrig ans Werk, tauschten zunächst noch Farben aus, aber dann wurde es ganz still und nach und nach entstanden kleine Wunderwelten: eine einsame Insel mit einer Palme drauf, ein groβes leeres Feld mit einem Flügel darin, eine Hängematte zwischen zwei Bäumen, eine Decke mit Büchern inmitten einer Blumenwiese und ein prächtiges rotes Herz mit zwei Schmetterlingen.

 

Die groβe Sehnsucht nach Ungestörtsein und Ruhe, nach einer leeren Agenda und Zeit fürs Klavierspiel, nach Ausruhen, Dösen, Tagträumen und genussvollem Lesen war unübersehbar und wurde nur vom innigen Wunsch des einzigen Singles in der Runde nach einer Partnerschaft übertroffen. Das Resultat scheint mir symptomatisch. Es wirft die Frage auf, was denn falsch läuft, wenn sich Vielbeschäftigte, die sich ihre Arbeit ordentlich zu organisieren wissen und denen auch die Prinzipien des Zeitmanagements vertraut sind, derart nach Ruhe, nach Erholung und nach Freizeit sehnen.

 

Meine Antwort darauf ist die, dass Zeitmanagement, persönliche Organisation und Zielsetzungen allein nicht mehr genügen; ein neuer und umfassender Ansatz ist nötig, und zwar einer von innen heraus: Wir müssen lernen, besser auf unsere Energie, auf unsere Befindlichkeit und auf unsere inneren Rhythmen zu achten und klug damit umzugehen − statt bloβ auf Uhr, Agenda und Zielsetzungen zu schauen. Denn der Mensch funktioniert nicht wie eine Maschine, sondern wie ein beseeltes Ökosystem. Gleichungen wie »Doppelt so lange arbeiten gleich doppelte Leistung« oder »Doppelt so viel Kaffee trinken gleich doppelter Kick« mögen für triviale Systeme wie eine Maschine gelten; für das nichttriviale System Mensch gelten sie nicht. Dafür gehen öfter Gleichungen auf wie etwa die folgenden: «Die richtigen Stunden für die schwierige Aufgabe richtig genutzt gleich ein fünffach besseres Resultat erzielt» oder «Die einzige Tasse Kaffee des Tages zum richtigen Zeitpunkt genossen gleich dreifacher Kick».

 

Wie oft gehen Vielbeschäftigte doch unklug mit ihren Kräften um und verschwenden zu viel Energie. Anspannung, Stress, Unkonzentriertheit, verengtes Denken und schlechte Stimmung sind die Folgen. Warum tun sie sich das an? Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie erkennen, dass es vor allem am nötigen Wissen für einen bewussten und kompetenten Umgang mit der Energie fehlt.

 

Was zehrt an unserer Energie? Wie hängen Energie, Anspannung und Stimmung zusammen? Wie bauen sich im Alltag Anspannung und Stress auf? Was hat das links- und rechtshemisphärische Denken mit dem Tagesrhythmus zu tun? Wie wirkt sich der Wochenrhythmus auf Effektivität und Leistung aus? Und: Wie lässt sich neue Energie gewinnen?

 

Mit dem vorliegenden Buch möchte ich diese Wissenslücken schlieβen und Ihnen eine Fülle von Erkenntnissen aus den unterschiedlichsten Forschungsgebieten vermitteln. Sie werden lernen

 

  • Energie, Anspannung und Stimmung bewusster wahrzunehmen
  • besser auf die inneren Rhythmen zu achten und sie intelligent zu nutzen
  • verschiedene Energiezustände im Gehirn für produktiveres Denken einzusetzen
  • sich die Faktoren für optimale geistige Leistungsfähigkeit bewusster zu machen
  • klüger mit der Stimmung umzugehen
  • besser darauf zu achten, wovon und wie Sie sich entspannen und erholen wollen
  • Ihre Ressourcen zu aktivieren und neue Energie und Tatkraft zu gewinnen.

 

Energiekompetenz ermöglicht bessere Leistung und mehr Lebensfreude. Ihre produktiven und kreativen Kräfte werden freigesetzt; es wird Ihnen mehr und Besseres gelingen und Sie werden sich leichter entspannen und genussvoller erholen können.

 

Der Weg zum Buch

Zum ersten Mal ganz bewusst mit meinen eigenen Kräften umzugehen lernte ich in jenem Sommer in jungen Jahren, in dem ich intensiv für einen Marathon trainierte. Schon damals faszinierte es mich, die für den Fortschritt optimale Balance zwischen Training und Erholung auszuloten, gut auf den Körper zu hören und immer wieder Anpassungen vorzunehmen. Im Sport ist die Leistung messbar und jedes Zuviel und Zuwenig, jeder zu früh begonnene Endspurt und jedes Glas Wein zeigen digital und unmissverständlich ihre Wirkung.

 

Diese Erfahrungen auf der physischen Ebene haben auch meinen Umgang mit der Energie auf andern Ebenen geprägt. Die Arbeit an einem Manuskript zum Beispiel ist so etwas wie ein geistig-mentales Marathontraining. Es gilt dabei, wie bei anderer anspruchsvoller Kopfarbeit auch, ein optimales Gleichgewicht zwischen den Stunden hoher Konzentration und solchen des Ausgleichs zu finden. Geistige Müdigkeit zeigt sich auf subtilere Art und Weise als körperliche. Mehr unbefriedigende Textpassagen, der Verlust an Durchblick und an Überblick oder das Nachlassen der Schaffensfreude sind Anzeichen dafür.

 

In den Jahren 1998/99, während der Vorbereitung für einen Zeitmanagement-Kurs an der ETH Zürich, habe ich begonnen, mich systematisch mit dem Thema Energie auseinander zu setzen. Ich wollte den Studierenden Grundlagenwissen vermitteln, das sie befähigen sollte, auf maβgeschneiderte Lösungen für produktiveres Lernen und Arbeiten und für einen besseren Umgang mit der Zeit zu kommen. Ein derartiger Ansatz für Kopfarbeiter musste meines Erachtens berücksichtigen, dass sowohl die Konzentration als auch die Denkstile, die Stimmung und der Wille im Verlauf des Tages fluktuieren und dem inneren Rhythmus unterworfen sind. Es ging also um weit mehr als um Zeitmanagement.

 

Es reizte mich, ein umfassendes Konzept zu entwickeln, das allen Vielbeschäftigten, die bei der Arbeit Köpfchen brauchen, Rechnung trägt. Ich wollte Erkenntnisse aus unterschiedlichen Gebieten wie Chronobiologie, Neurobiologie, Kognitiver Psychologie, Medizin, Biopsychologie und Handlungspsychologie zu einem Ganzen verbinden und durch Erfahrungen aus der Praxis und eigene Beobachtungen ergänzen. Als gemeinsamer Nenner stellte sich bald einmal die Energie heraus und aus dem Konzept wurde schlieβlich dieses Buch über Energiekompetenz.

 

Selbstwahrnehmung als Schlüssel

Der Schlüssel zur Energiekompetenz ist − neben dem erforderlichen Wissen − die Selbstwahrnehmung. Je mehr Sie über die physischen, mentalen und emotionalen Aspekte der Energie wissen, umso besser können Sie die entsprechenden Auswirkungen auch wahrnehmen. Mit etwas Übung werden Sie bald ein gutes Gespür für Ihren jeweiligen Energiezustand entwickeln. Sie werden im Alltag viel öfter kurz innehalten und ganz bewusst wahrnehmen, wie Ihre Energie, Ihre Stimmung und Ihre allfällige Anspannung sind. Ihre Selbstwahrnehmung wird geschärft werden, und dies führt zu gesteigerter Bewusstheit. Sie ist die Voraussetzung für die Regulation von Energiezuständen wie Ermüdung oder Anspannung und Stress.

 

Gesteigerte Bewusstheit heiβt zudem mehr Aufmerksamkeit. Und mehr Aufmerksamkeit heiβt, öfter voll und ganz im gegenwärtigen Augenblick zu sein, mehr zu sehen, mehr zu hören, zu riechen, zu schmecken, zu spüren und zu empfinden. Ihre Erlebnisfähigkeit wird sich vertiefen und Sie werden an Lebendigkeit gewinnen.

 

Mit zunehmender Bewusstheit können wir uns auβerdem nicht mehr so einfach Illusionen hingeben und uns selber etwas vormachen. Wir realisieren zum Beispiel eher, dass sich unser geistiges Blickfeld mit zunehmender Anspannung einengt, oder dass wir wichtige Dinge, die wir nicht so gerne tun, eher hinausschieben und an ihrer Stelle viel lieber Gewohntes und Einfacheres in Angriff nehmen, oder dass wir manches als wichtig erachten, weil es kurzfristig unserem Ego schmeichelt, und nicht, weil es einem gröβeren Ziel dient.

 

Erkenne dich selbst − dieser Imperativ ist fast so alt wie die Menschheit. Je besser wir uns selber kennen, umso einfacher können wir unsere Stärken nutzen und auch unsere Schwächen sehen. Wir gewinnen das nötige Selbstvertrauen, um dazuzulernen, uns zu verbessern und uns ständig weiterzuentwickeln.

 

Ich werde Sie im vorliegenden Buch immer wieder neugierig machen und Sie ermuntern, sich selbst zu beobachten, zu experimentieren und zu reflektieren. Selbstwahrnehmung und Energie sind eine ungemein spannende Thematik, und oft können kleine Änderungen schon sehr viel bewirken.

 

Der kompetentere Umgang mit der Energie ist zudem in der heutigen Zeit der Hektik, der wachsenden Anforderungen, des Von-allem-Zuviel und des Nichts-verpassen-Wollens auch nötig − die Zeit ist reif für mehr Energiekompetenz!

 

Was Sie in diesem Buch erwartet

Das Energie-Konzept umfasst drei Teile:

 

In Teil I «Auf die inneren Rhythmen achten» geht es darum, die Wahrnehmung für die inneren Rhythmen zu schärfen. Es ist ein Kapitel, das für alle − ob körperlich, geistig oder emotional gefordert − von Interesse ist. Sie lernen, was den Rhythmus im Alltag stört und wie er gestärkt werden kann. Sie werden erfahren, wie Sie die inneren Rhythmen nutzen können, um einen effizienteren und entspannteren Tagesablauf sowie eine rhythmische Wochenstruktur zu schaffen. Das wird Ihnen erlauben, sich auf die Dinge, die bei der Arbeit und im Leben wesentlich sind, zu besinnen und sich darauf zu konzentrieren.

 

Im Teil II «Besser mit der Energie umgehen» lernen Sie, zwischen physischer, mentaler und emotionaler Energie zu unterscheiden und die Wahrnehmung der Anspannung − des negativen Gegenpols der Energie − zu üben. Dann wird es vor allem für Kopfarbeiterinnen und Kopfarbeiter interessant: Es geht es um die Energiezustände im Gehirn und deren Einfluss auf das logisch-rationale und auf das ganzheitlich-kreative Denken. Ich werde Sie mit Methoden vertraut machen, die helfen, das geistige Potenzial umfassender zu nutzen, auf bessere Ideen zu kommen und klügere Entscheidungen zu treffen. Wie sich die jeweiligen Energiezustände auf die Stimmung auswirken, bildet einen weiteren wichtigen Punkt. Im Kapitel über die Stimmung wird zudem aufgezeigt, wie sich emotionale Energie im zwischenmenschlichen Bereich und in Teams auswirken kann.

 

Teil III «Neue Energie gewinnen» beginnt mit Entspannung und Erholung − ein Thema, das alle angeht und über das Sie Neues erfahren werden. Der Fokus dieses Teils liegt bei den eigenen Ressourcen und deren Aktivierung. Viel Energie lässt sich gewinnen, wenn Sie lernen, die Bequemlichkeitszone öfter als bisher zu verlassen und groβe Ziele zu verfolgen. Ich widme dieses Buch allen viel beschäftigten Menschen, die gut und gerne arbeiten und die Besonderes schaffen, Hervorragendes leisten und auch ihre Erholung mit gutem Gewissen genieβen wollen. Ob Sie managen, forschen, erziehen oder studieren; ob Sie entwickeln, umsetzen, pflegen oder kommunizieren; ob Sie zwanzig oder siebzig sind: Sie werden zahlreiche Ideen finden, die sich in Ihrer momentanen Lebens- und Arbeitssituation umsetzen lassen.

 

Als der PR-Mann Claus-Martin Carlsberg das Manuskript gelesen hatte, meinte er begeistert: «Energiekompetenz geht direkt in die Blutbahn!» Ich hoffe, dass das Buch auch bei Ihnen diese rasche Wirkung zeigt und dass Sie das Werk darüber hinaus anregt, mit neugierigem Forschungs- und Entwicklungsdrang Schritt für Schritt am besseren Umgang mit Ihren Energien zu arbeiten. So wird Ihr Tun eine Eigendynamik entwickeln; Sie werden immer mehr in Schwung geraten, immer besser werden und schlieβlich zu Ihrer ganz persönlichen Version der Energiekompetenz finden.

 

Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude und Erfolg!

 

Zürich, im Winter 2005

 

Verena Steiner

Rezensionen

Rezensionen

 

März 2005, Neue Zürcher Zeitung NZZ

Mit der Energie richtig umgehen können

Didaktisch sauber bereitet Steiner ihre «Anleitung für Vielbeschäftigte, für Kopfarbeit und Management» in drei Teile auf. Zuerst geht es darum, auf den inneren Rhythmus zu achten in Teil II wird über den besseren Umgang mit der Energie referiert und schliesslich werden Methoden dargelegt, mit welchen die persönlichen Ressourcen effizienter genutzt werden können [...] Es gelingt der Autorin - und darin liegt der Hauptnutzen des Buchs −, Grundlagenwissen, aber auch mehr oder minder interessante Nebensächlichkeiten strukturiert und aufs Wesentliche reduziert aufzubereiten, mit Fallbeispielen anzureichern und dadurch praxisrelevanter zu gestalten. Die verständliche Sprache und der rote Faden lassen die Neuerscheinung zu einem in dieser Kompaktheit bisher nicht existenten Arbeitsbuch werden.

 

 

April 2005, Bilanz

Energisches Nickerchen

Ihr Buch «Exploratives Lernen» (2000 im Pendo Verlag erschienen) wurde zum Bestseller, denn es bot neue und praktikable Methoden für das Lernen an. «Energiekompetenz» hat alle Ingredienzen, ebenfalls zum Bestseller zu werden. Diesmal bietet Verena Steiner neue und praktikable Methoden an, die eigene Arbeitsfähigkeit besser auszuschöpfen und gleichzeitig die Lebensfreude zu steigern. [...] Verena Steiners Buch ist ein Augenöffner. Mit Fragebogen zwingt sie den Leser, sich über sein energetisches Verhalten Rechenschaft abzulegen. Das führt unweigerlich zu verblüffenden Resultaten.

 

Juli 2005, Roche Nachrichten

Über das Zulassen von Tiefs und das Nutzen von Leerstellen

Nach der 'sozialen Kompetenz' und der 'emotionalen Intelligenz' der neunziger Jahre wird jetzt die 'Energiekompetenz' als ein weiterer Schlüssel zu einem erfolgreicheren und glücklicheren Leben entdeckt. [...] Immer wieder macht Verena Steiner darauf aufmerksam, dass weniger oft mehr ist, dass der Mut zur periodischen Einkehr ein höheres Gut darstellt als rastlose Daueraktivität, dass innere Ruhe und Gelassenheit mehr zustande bringen als Nonstop-Tätigkeit, dass regelmässige Selbstreflexion und die periodische, innere Distanzierung von den Zwängen des Alltags sich letzlich produktiver auswirken als eine vollgestopfte Agenda. Man mag der Auorin gern zustimmen, nur regt sich gleichzeitig auch ein gewisser Zweifel, ob sich dies alles angesichts der Erfordernisse eines hoch kompetitiven Arbeitsumfeldes wirklich realisieren lässt. [...] Eins ist jedoch sicher: Die Auseinandersetzung mit Verena Steiners Buch 'Energiekompetenz' lohnt die investierte Zeit durchaus. Überraschende Einsichten, wertvolle Tipps und interessante Anregungen sind reichlich über das zweihundertsiebzigseitige Werk verstreut.

 

Oktober 2005, HandelsZeitung

Wie die Hamster im Laufrad

Wichtig im Bestreben um die (überlebens)wichtige persönliche Energiekompetenz sind zwei Elemente oder Bausteine: 1. Eine geschärfte Selbstwahrnehmung. Und 2. Wissen über die unterschiedlichen Energiezustände in Gehirn und Körper und ihre kurz- und längerfristigen Auswirkungen. «Energie kann nicht gemessen werden wie der Blutdruck oder die Körpertemperatur», erläutert Steiner, «wir müssen lernen unsere Zustände der Energie und der Anspannung, das ist der negative Gegenpol der Energie, wahrzunehmen und zu unterscheiden. Wichtig ist zudem, ihre Auswirkungen auf unser Denken und Entscheiden und auf unsere Stimmung zu kennen». Nicht nur im Management oder überhaupt im Berufsleben, auch im Privaten ist dieses Wissen von grösstem Nutzen. November 2005, Frankfurter Allgemeine Zeitung Strategisch klug mit den eigenen Kräften umgehen Verena Steiner rät, sich als selbstschützende Anpassungsstrategie mehr mit dem eigenen Kräftehaushalt zu beschäftigen und sich, wie sie es nennt, «Energiekompetenz anzueignen». Mehr Energiekompetenz bedeutet nicht allein eine wesentlich stabilere Leistungsfähigkeit und damit eine sicherere, belastungsfähigere berufliche Standfestigkeit. Das Lebensgefühl insgesamt werde dadurch nachhaltig verbessert. Dank eines entspannteren Innenlebens stelle sich deutlich mehr Frustrationstoleranz, Gelassenheit, Aufgeschlossenheit und Kreativität sowohl im Führungsalltag als auch im Umgang mit Kollegen und Aussenstehenden ein. Und, was entscheidend zum Wohlbefinden beitrage: Die innere Bereitschaft, die allgegenwärtigen Veränderungen nicht ausschliesslich als Bedrohung des Erreichten, sondern auch als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung zu begreifen, nehmen zu.

 

Dezember 2005, unijournal, Universität Zürich

Lächeln, schlummern, träumen - und effizienter lernen

Verena Steiners neuestes Buch «Energiekompetenz» ist ein Vademecum für Menschen, die ihr Potenzial besser ausschöpfen möchten. Steiner schliesst darin an ihren Bestseller «Exploratives Lernen» an. Die Frage, wie wir unsere Energieressourcen am wirkungsvollsten einsetzen, betrachtet sie nicht aus der einseitigen Perspektive der Nutzenaximierung für den Arbeitsalltag. Wer sich selber kennt, seine Kräfte richtig einteilt und regelmässig regeneriert, steigert nicht nur seine Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensqualität, lautet ihr Credo. Verena Steiners Buch bietet deshalb Hilfe zur Selbsthilfe − eine Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, Anleitungen zur Selbstreflexion und konkreten Vorschlägen, wie wir wirkungsvoller arbeiten und entspannter leben könnten.

 

Bestsellerliste

Bestseller «Energiekompetenz»

Das Buch stand seit dem Erscheinen im April 2005 während 17 Monaten auf der Bestsellerliste der Managerzeitschrift Bilanz*:

 

Bilanz

Rang  

Ausgabe

 

 

Ausgabe 18/2005

7/2005
(20.4.-3.5.05)
7 (-)
9/2005 4 (7)
11/2005 7 (4)
13/2005 4 (7)
14/2005 4 (4)
16/2005 4 (4)
18/2005 2 (4)
20/2005 3 (2)
22/2005 2 (3)
2/2006 2 (2)
4/2006 3 (2)
6/2006 6 (3)
8/2006 5 (6)
10/2006 - (5)
12/2006 7 (-)
13/2006
(26.7-29.8.06)
3 (7)
* Diese Rangliste wurde mit folgenden Buchhandlungen erstellt: Jäggi (Basel), Orell Füssli (Zürich), Stauffacher (Bern), Rösslitor (St. Gallen), Meissner (Aarau), Krebser (Thun), Raeber (Luzern).

 

 

 

 

Erfolgreich lernen heisst...

Die besten Lernstrategien für
Studium und Karriere

 

Erfolgreich lernen heisst...

 

 

 

Diese kleine Fibel mit Schwerpunkt auf klugen Lern- und Gedächtnisstrategien zeigt prägnant auf, worauf es beim Lernen wirklich ankommt. Die Tipps sind rasch gelesen und sofort umsetzbar. Für Lerninteressierte ab 16 Jahren.

 

Pendo 2002. 96 Seiten. Kartoniert.

1. Auflage 2002, 4. erweiterte Auflage 2010

 

Bestellen bei Polybuchhandlung

 

Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung

1 Zeit und Raum fürs Lernen schaffen heisst...
11
2 Das Lernen managen heisst...
15
3 Interesse entwickeln heisst...
19
4 Sich konzentrieren heisst...
23
5 Ein Thema klug angehen heisst...
27
6 Verstehen heisst...
31
7 Lernen heisst...
35
8 Strukturieren und Zusammenfassen heisst...
39
9 Pausen machen heisst...
43
10 Die Dinge überschlafen heisst... 47
11 Gedächtnistechnik nutzen heisst...
51
12 Repetieren und üben heisst...
55
13 Gute Prüfungen anpeilen heisst..
59
14 Sich in der Gruppe austauschen heisst... 63
15 Lernkrisen überwinden heisst...
67
16 Sich neu motivieren heißt... 71
17 Stets sein Bestes geben heisst... 75
18 Erfolgreich lernen heisst... 79
19 Das Gehirn fit halten heisst...
83
20 Persönliches Wissensmanagement heisst... 87


Nachbemerkung


91
Bibliographische Hinweise 92

Dank

94

 

Leseprobe

 

3 INTERESSE ENTWICKELN HEISST:

NEUGIER FÖRDERN UND EINE BEZIEHUNG ZUM THEMA AUFBAUEN

 

Wer weiss nicht aus eigener Erfahrung: Was uns brennend interessiert, lässt sich mühelos lernen und bleibt auf wundersame Weise im Gedächtnis haften. Ist unser Interesse schwach, wird das Lernen zu einer öden und frustrierenden Angelegenheit.

 

Was tun, wenn wir etwas lernen müssen, das uns nicht interessiert? Ganz einfach: Interesse an der Sache entwickeln - denn "kein Interesse haben" ist keineswegs ein unabänderliches Naturgesetz.

 

Oft wissen wir einfach noch zu wenig über das Gebiet. Oder es ängstigt uns, weil es sich wie ein riesiger, unüberwindlicher Berg auftürmt und wir nicht wissen wie und wo wir beginnen sollen. Wir weichen aus und schieben auf.

 

Gegen Befürchtungen und Unlust ist ein Kraut gewachsen: die Neugier. Wenn es uns gelingt, das Thema mit neugierigem Forschungsdrang anzugehen, haben wir schon viel gewonnen. Neugier belebt und wirkt wie ein Motor. Sie erleichtert uns auch, dem Thema offen zu begegnen, statt unsere Vorurteile bestätigt zu finden. Denn Neugier weitet verengte Perspektiven. Und mit einer positiven Einstellung kann sich allmählich Interesse, eine Beziehung zum Thema, entwickeln. Vielleicht wird sie sogar leidenschaftlich - umso besser für Sie!

 

Weiter ausbauen lässt sich Interesse auf verschiedenen Ebenen:

 

a) Die Interessantheit eines Themas nimmt zu, wenn wir wissen, was andere daran fasziniert und wir uns davon inspirieren lassen. Je mehr wir uns dann selbst ins Thema vertiefen, desto spannender wird es, denn der Appetit kommt oft beim Essen.

b) Wichtig ist auch das Erschliessungswissen, d.h. Kenntnis darüber, wie wir ein Thema am besten angehen (-> Kap. 6).

c) Es hilft zudem, wenn wir uns den Sinn der Sache und den Nutzen, den wir uns durch das Engagement längerfristig versprechen, immer wieder vor Augen führen.

 

Möchten Sie mehr Interesse für ein Gebiet entwickeln, dann sollten Sie

  • das Thema positiv gestimmt angehen und es neugierig erforschen, bis Sie etwas entdecken, das Sie fasziniert
  • sich den Einstieg mit einfachen Artikeln und Büchern erleichtern
  • die Interessantheit des Themas durch die Lektüre von Biografien, Kritiken und Kommentaren erhöhen herausfinden, warum die Könner ihres Fachs dieses so interessant finden
  • oft mit anderen über das Thema diskutieren und darüber nachsinnieren
  • sich beim eigenen Ehrgeiz packen und einen 7-minütigen Vortrag über das Gebiet vorbereiten
  • zunächst Ihr Vorgehen beim Erarbeiten des Themas erforschen (-> Kap. 14) - meist schwappt das Interesse auch auf den Inhalt über
  • über Ihr Projekt "Entwicklung des Interesses am Thema X" Tagebuch führen.

 

Wenn es Ihnen gelingt, ganz bewusst ein lebendiges Interesse an einem zuvor wenig packenden Thema aufzubauen, werden Sie immer wieder auf diese Erfahrung zurückgreifen können. Interesse - also eine gute Beziehung zu Themen, Dingen, Tätigkeiten und Mitmenschen - bereichert und belebt; es motiviert zum Handeln, weckt weiteres Interesse und gibt schliesslich dem Leben Sinn.

 

SCHLÜSSELFRAGEN

1. Welchen Nutzen habe ich, wenn ich mich mit dem Thema befasse?

2. Will ich mich dem Thema öffnen und ihm in Kopf und Herz entsprechend Platz einräumen?

3. Bin ich mir bewusst, dass die Entwicklung einer Beziehung Zeit und guten Willen braucht?

 

 

 

 

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Die wirksamsten Strategien für

Studium und Berufsalltag

 

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Sich konzentrieren heisst, ganz bei einer Sache zu sein. Dies ist sowohl beim Lernen als auch im Büro nicht immer einfach – doch gute Konzentration ist lernbar. Der kleine Band ist rasch gelesen voller praktikabler Tipps. Für Lernende und Berufstätige ab 16 Jahren.

 

Pendo 2006. 86 Seiten. Kartoniert.

1. Auflage 2006, 4. Auflage 2007

 

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Spanische Lizenzausgabe

Spanische Ausgabe 2012

Plataforma Editorial, Barcelona

 

Hörbuchausgabe

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Radioropa Hörbuch 2007.

2 Audio-CDs; Laufzeit 1:24 Std.

 

CD Sich besser konzentrieren heisst...

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung


Sich besser konzentrieren heisst:

 

1 Ganz bei einer Sache sein
2 Innerlich zur Ruhe kommen
3 Für äussere Ruhe sorgen
4 Sich nicht unterbrechen lassen
5 Mit sich allein sein können
6 Eins nach dem andern tun
7 Einen kühlen Kopf bewahren
8 Sich intelligent organisieren
9 Die Primetime nutzen
10 Sich klug konditionieren
11 Eine Beziehung zur Sache schaffen
12 Ein forderndes Nahziel setzen
13 Sich durch Visualisierung vorbereiten
14 Mit einem inneren Ruck beginnen
15 Ausdauer entwickeln
16 Geistig flexibel bleiben
17 Sich rechtzeitig eine Pause gönnen
18 Flow anstreben

 

Bibliografische Hinweise

Dank

 

Leseprobe

Leseprobe

 

12 EIN FORDERNDES NAHZIEL SETZEN

 

Suchen Sie nach der ultimativen Sofortmethode für bessere Konzentration? Hier ist sie: Beginnen Sie eine Aufgabe nie und nimmer, ohne sich zuvor ein klares Ziel für die nächsten Minuten oder die kommende Stunde zu setzen. Also: "In zehn Minuten will ich eine bestens formulierte, präzise und freundliche Antwort auf die Kundenreklamation formuliert haben" oder " ich will dieses Kapitel in einer Stunde durcharbeiten und davon eine übersichtliche Mindmap zeichnen", aber auch "Ich will für eine Stunde in diesem neuen Lehrbuch schmökern und so eine Beziehung zur Thematik aufbauen". Ein derartiges Nahziel wirkt wie ein roter Faden, der die Aufmerksamkeit auf Kurs hält.

 

Die Methode des Nahziel-Setzens ist in allen Situationen praktikabel. Sie hilft bei langweiliger Routinearbeit genauso wie bei äusserst schwieriger Kopfarbeit. Die Kunst ist dabei, den Vorsatz derart zu fassen, dass er Sie so richtig herausfordert.

Wenn Sie sich nämlich zu wenig vornehmen, langweilt sich der Geist bald einmal und driftet weg - Sie kommen in die Gähn-Zone. Nehmen Sie sich hingegen allzu viel oder zu viel Schwieriges vor, werden Sie bald frustriert und der rote Faden reisst. Sie sind in der Stöhn-Zone.

 

Sowohl in der Gähn- als auch in der Stöhnzone ist es schwierig, sich zu konzentrieren. Suchen Sie einen Mittelweg und setzen Sie Ihr Nahziel so, dass Sie in die Konzentrations-Zone kommen. In der Konzentrations-Zone sind Zeit und/oder Schwierigkeitsgrad so bemessen, dass Sie voll herausgefordert werden und dadurch die Aufmerksamkeit ganz gebunden wird. Der Geist soll in dem Mass beschäftigt sein, dass Ablenkungen keine Chance mehr haben.

 

Um Ihre Konzentration mit Hilfe von Nahzielen zu verbessern, sollten Sie

 

  • sich zunächst den Schwierigkeitsgrad der Aufgabe bewusst machen und klären, ob sie Sie eher langweilt, d.h. unterfordert, oder frustriert, d.h. überfordert
  • sich überlegen, was für ein konkretes Resultat Sie mit dem Nahziel erreichen wollen
  • bei den einfachen Aufgaben die Zeit verknappen oder höhere Ansprüche an die Qualität stellen
  • komplexe Aufgaben in Etappen aufteilen - je höher der Schwierigkeitsgrad, um so mehr Etappen machen
  • bei schwierigen Aufgaben das Nahziel am Vortag festlegen und dabei de Thematik schon mal überfliegen, um sie im Gehirn vorzubahnen
  • für eine Etappe nie länger als eine bis eineinhalb Stunden einplanen und dann eine Pause machen
  • sich das Setzen von Nahzielen zur guten Gewohnheit machen.

 

Durch ein klares Nahziel halten Sie den Geist beschäftigt. Sie sorgen zudem für einen roten Faden, der Sie davor schützt, sich zu verlieren ("jetzt habe ich die ganze Zeit gelernt/gearbeitet und es ist nichts dabei herausgekommen"). Ein Nahziel gibt enorm Schub. Sie wissen klar, was zu tun ist und was Sie nach einer halben oder einer ganzen Stunde erreicht haben wollen und gehen deshalb energisch und konzentriert daran. Am Ende haben Sie ein konkretes Resultat und dies befriedigt sehr viel mehr, als wenn Sie ziellos vorgegangen wären.

 

SCHLÜSSELFRAGEN

1. Stehe ich am Morgen besser auf, wenn ich gleich etwas ganz Bestimmtes vorhabe?

2. Kenne ich das gute Gefühl der Determiniertheit und der gebündelten Aufmerksamkeit, wenn ich mit einem klaren Vorsatz an eine Aufgabe gehe?

3. Was ist, wenn ich ein Nahziel nicht erreiche? Ist es mir klar, dass es allemal intelligenter ist, fortan ein Nahziel realistischer zu setzen, statt mich fürs Nichterreichen zu verdammen?

 

Bestsellerliste

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Sonntagszeitung

Rang
Ausgabe  
26. Feb. 06 3 (neu)
12. März 06 5 (3)
19. März 06 2 (5)
26. März 06 3 (2)
9. April 06 3 (3)
23. April 06 3 (3)
30. April 06 2 (3)
21. Mai 06 1 (2)
28. Mai 06 1 (1)
11. Juni 06 1 (1)
2. Juli 06 4 (1)
9. Juli 06 8 (4)
16. Juli 06 7 (8)
23. Juli 06 6 (7)
30. Juli 06 10 (6)
20. Aug. 06 --
17. Sept. 06 5 (neu)
24. Sept 06 3 (5)
8. Okt. 06 8 (3)
15. Okt. 06 4 (8)
29. Okt. 06 2 (4)
19. Nov. 06 --
26. Nov. 06 5 (neu)
17. Dez. 06 8 (5)
Ermittelt durch www.books.ch
 

 

Bilanz

 
Ausgabe - Datum  
8/2006 - 20. April - 3 Mai 2 (neu)
10/2006 - 24. Mai - 6. Juni 10 (2)
12/2006 - 21. Juni - 25. Juli 9 (10)
13/2006 - 26. Juli - 29. Aug. 1 (9)
14/2006 - 30. Aug. - 12. Sept. 4 (1)
16/2006 - 27. Sept. - 10. Okt. 6 (4)
Diese Rangliste wurde mit folgenden Buchhandlungen erstellt:Thalia (Basel), Orell Füssli (Zürich/Luzern), Stauffacher (Bern), Rösslitor (St. Gallen), Meissner (Aarau), Krebser (Thun).  

 

 

23	Die Prioritäten klären
12	Eins nach dem anderen tun
10	Mit einem inneren Ruck beginnen
Sich vor Unterbrechungen schützen
Ausdauer entwickeln